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Zwischen den Künsten und der Natur (Between the Arts and Nature)

05.12. - 02.02.2020

Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf Pierre Puvis de Chavannes’ Gemälde Inter Artes et Naturam, entstanden um 1890. Es zeigt künstlerisch tätige Menschen in idealisierter, erhabener Landschaft, der Garten fungiert hier als Schnittstelle von Natur und Kultur, von freier und angewandter Kunst, in historischem Sinne auch als Grenze von Diesseits und Jenseits.

Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf Pierre Puvis de Chavannes’ Gemälde InterArtes et Naturam, entstanden um 1890. Es zeigt künstlerisch tätige Menschen in idealisierter, erhabener Landschaft, der Garten fungiert hier als Schnittstelle von Natur und Kultur, von freier und angewandter Kunst, in historischem Sinne auch als Grenze von Diesseits und Jenseits.

In ihren druckgrafischen Arbeiten setzt sich Stefanie Hofer seit langem intensiv mit dieser Wechselbeziehung von natürlicher und kultivierter Welt auseinander, der Garten als Grenzbereich ist als Ort der Reflexion und als Stellungnahme zum jeweiligen Zeitgeschehen zu lesen.

In dieser Ausstellung zeigt sie eine Reihe großformatiger Aquatinta-Arbeiten zu zeitgenössischen europäischen Landschaftsgärten. Hauptsächlich bezieht sie sich auf den Dichtergarten Little Sparta des schottischen Künstlers und Lyrikers Ian Hamilton Finlay (1925 – 2006), der mit diesem ungewöhnlichen Gesamtkunstwerk eine scharfe, ironische und zeitgenössische Interpretation des mythologischen Arkadiens geschaffen hat.

Hofers Arbeiten zeigen Einblicke in diesen Garten, verdeutlichen, wie Finlay aus Konkreter Poesie, Skulpturen und Tempelbauten sein Programm zur neoklassizistischen Wiederaufrüstung formte, um der Banalisierung und Säkularisierung unserer Kultur den Kampf anzusagen.

Der Betrachter kann nun in Beziehung zu diesen Orten treten, die gleich einem Bühnenbild im künstlerischen Prozess räumliche Transformationen erfahren haben: von der real gestalteten Natur des Gartens mit seinen zeit- und kulturgeschichtlichen Verweisen hin zu den Szenarien der Aquatinta-Arbeiten, welche den Garten als Schauplatz zeigen, der durch die fokussierten Qualitäten von Raumtiefe, Licht und Schatten subtil und präzise erfahrbar wird.

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The title of the exhibition refers to Pierre Puvis de Chavannes' painting Inter Artes et Naturam, created around 1890. It shows artistically active people in an idealized, sublime landscape. Here the garden functions as an interface between nature and culture, of free and applied art, in a historical sense also as border of this world and the hereafter.

In her graphic works Stefanie Hofer has long been intensively involved with this interrelation between the natural and cultivated world, the garden as a border area, as a place of reflection and a statement on current events.

In this exhibition she shows a series of large-format aquatint works on contemporary European landscape gardens. It mainly refers to the garden Little Sparta by the Scottish artist and poet Ian Hamilton Finlay (1925 - 2006), who created a sharp, ironic and contemporary interpretation of mythological Arcadia with this unusual total work of art.

Hofer's works offer insights into this garden, illustrating how Finlay used specific poetry, sculptures and temple buildings to form his program of neo-classical rearmament in order to declare war on the banalization and secularization of our culture.

The viewer can now enter into a relationship with these places, which have undergone spatial transformations in the artistic process, like a stage set: from the real nature of the garden with its references to time and cultural history to the scenarios of the aquatint works, which show the garden as a setting that, through the focused qualities of spatial depth, light and shadows can be experienced subtly and precisely.