Biography

Biography/General:
Von Wellen und Hügeln

"Jede Tonart besticht durch andere Qualitäten, welche die Form inspirieren und dominieren. Diese Eigenschaften betone ich. Das Material darf und soll sich zeigen.
Paper clay enthält Papierfasern, kann sehr dünn gearbeitet und sogar gerissen werden. Ähnlich Papier kann er sich in Falten legen und strahlt Leichtigkeit aus. Die Objekte können sich stauchen, wellen, falten und reißen.
Porzellan zeichnet sich durch Feinheit und Reinheit aus. Meine Porzellanarbeiten dürfen sich verformen, zusammenrutschen und aufsplittern, um in ihrer Zartheit und Zerbrechlichkeit aufzugehen.
Grobkörniger Ton zeigt seine raue Oberfläche und bekommt eine irdene Schwere.
Er darf massiv und derb sein. Seine Farbe leuchtet in rot, schwarz, braun, weiß oder lehmfarben.
Das Faszinierende beim Arbeiten mit Ton ist der Rest an Unvorhersehbarkeit. Man kann versuchen, ihn zu beherrschen. Man kann ihn aber auch gewähren lassen und diese Spontaneität nutzen und genießen. Zufall und Brüche machen die Tonobjekte lebendig. Hände und Werkzeuge hinterlassen ihre Spuren.
Imperfektionismus steht für mich über Kontrolle. Unvollkommenheit ist Vollkommenheit.
Wie die Form so soll auch die Glasur frei sein. Wie und ob sie verläuft, ob sie sich mit anderen verträgt und mischt: mal durchlässig, mal deckend. Der entstehende Kontrast zwischen Ton und Glasur gibt meinen Arbeiten ihre Spannung, unterstützt oder bricht die Form. Die Glasur sucht sich ihre eigenen Wege wie Bäche auf der Erde. Sie rinnt herab, tropft, spritzt und umhüllt. Manchmal glänzt sie, manchmal zeigt sie viele Schattierungen und Punkte. Besonders mattes Milchweiß, Grünnuancen und Türkistöne kontrastieren den Ton und harmonieren gleichermaßen mit ihm. Die eher gedeckte Farbpalette unterstützt den organischen Charakter meiner Werke. Manche Stücke bleiben unglasiert und zeigen einfach, woraus sie geschaffen wurden.
Meine Inspiration dabei ist die asiatische - besonders die japanische - Ästhetik. Bei der traditionellen Brennmethode Raku spielt der Zufall eine besonders große Rolle. Die Objekte werden rot glühend aus dem Ofen genommen und in Schmauchtöpfe mit brennendem Papier und Holz versenkt. Der helle grobe Ton verfärbt sich schwarz, wenn Rauch und Ruß eindringen. Aufgrund des Temperatursturzes überziehen dunkle Craquelée-Adern die sich brechenden Oberflächen. Im Laufe der Zeit verästeln sich diese netzartigen Sprünge immer mehr. Durch die Reduktion (Sauerstoffentzug) in den geschlossenen Schmauchtöpfen können die Glasuren in metallischem Glanz schimmern.
Der Ton hat eine Seele, heißt es, und ein Erinnerungsvermögen, wird er von einer Form in eine andere modelliert."

Education: 1970 born in Karachi, Pakistan
1972-1976 grew up in Nigeria
1976-1990 Schooling in Wiesbaden und Bad Oldesloe
1987-1988 High School, Connecticut, USA, Malerei
1990-1996 Language, economics and cultural studies, Universität Passau
Travels to Tunisia, Morocco, Columbia, Namibia, Italy, Spain
1992-1993 Universidad Complutense de Madrid
1997-2003 Munich, nude painting, ceramic and goldsmith courses
Since 2003 Living in Berlin
Since 2008 Classes by Gabriele Schubert, Keramikmeisterin
Travels to Israel, Rumania
Exhibitions: Solo Exhibitions
1997 Kunst im Historischen Rathaus, Bad Oldesloe
‘Farbwelten’, Malerei
1999 Münchner Stadtbibliothek Fürstenried
‘Leuchtende Landschaften’, Malerei
2000 Hexenhäusl München
‘Hitzeflimmern’ Malerei
2000 Café Ruffini, München
‘Caféhäuser Madrid Paris’ Fotografie
2013 - 2014 Galerie Bergwasser, Berlin
Keramikobjekte mit Malerei chinesischer Künstlerin

Group Exhibitions
2016 New in Town, Susan Boutwell Gallery, Munich
2017 Summer Exhibition, Susan Boutwell Gallery, Munich



Collections/Commissions: Private Collections