Dalma Mira Makai (born in Budapest, Hungary, in 1990. Lives and works in
Budapest). The brightly glazed ceramics of Mira Makai gleam in the illuminated
showcase as though they were magnificent corals under water. Yet their realism
remains intangible. The canvas behind them, however, signals that the objects also
simply constitute painted items in a three-dimensional space. The canvas is similarly
colourful and fluid in structure. Above all, it is an incredibly vibrantly painted
abstract spatial representation. (Award winner 2015)

– Vitus Weh – Art Advisor of Esterházy Private Foundation

Dalma Mira Makai (1990 in Budapest, Ungarn, geboren, lebt in Budapest). Die
bunt glasierten Keramiken von Mira Makai funkeln in der beleuchteten Vitrine als
seien sie prachtvolle Korallen unter Wasser. Und doch bleibt ihre Realistik in der
Schwebe. Dass es sich bei den Objekten zugleich auch ganz einfach um Malerei im
dreidimensionalen Raum handelt, signalisiert das Leinwandbild, das hinter ihnen
lehnt. Es ist von einer ähnlichen Farbenpracht und bewegten Struktur. Vor allem
aber ist es eine unfassbar lebendig gemalte abstrakte Raumdarstellung. (Preisträger
2015)
– Vitus Weh – Kunstberater der Esterházy Privatstiftung

Leona Tobien (1970 in Karachi, Pakistan, geboren, lebt in Berlin)
„Funktionsfrei
Wofür ist das? Diese Frage taucht immer wieder bei keramischen Objekten auf.
Meine Werke bewegen sich zwischen eingeschränkter Nutzbarkeit und absoluter
Zwecklosigkeit. Sie entstehen je nach Material: Porzellan und Paperclay führen zu
zerbrechlichen zarten Gebilden; körniger Raku-Ton kreiert stabile Statements. Das
Material darf gerissen werden und aufbrechen. Meine Droge ist das Material, das sich
selbst Gestalt und Oberfläche sucht. Die Hände formen zwar, aber kontrollieren
nicht.
Glasieren ist für mich noch mehr Sinnbild der freien Gestaltungsmöglichkeit als das
Modellieren. Glasur kann glänzen oder matt sein, abdecken oder durchsichtig sein.
Die Farben dürfen sich nicht nur ihre eigenen Wege auf der Tonerde suchen, sie
machen sowieso oft, was sie wollen: ändern ihren Ton je nach Brenntemperatur,
Dicke des Auftragens, Sauerstoffzufuhr, Mischungsverhältnissen, Ton und
Tagesform.
Einige Objekte bilden sich aus dem Nichts und sind pure Ästhetik als Verneigung vor
Erde und Farbe.”

Leona Tobien (born in Karachi, Pakistan, in 1970 , lives and works in Berlin)
”No use intended
What is it for? A question that is regulary asked with ceramic objects.
My works are for limited use or no use at all. They develop depending on the
materials used: Porcelain and paperclay create fragile objects; Raku clay creates more
solid ones.
The material can tear and break. My drug is the material, it looks for its own shape
and surface. My hands shape but don’t control.
The glazing of the ceramics creates more possible designs than the modelling. The
glazing can be glossy or matt, block out or transparent. The colours often do their
own thing. They change their shade according to the temperature, the thickness of the
application, the supply of oxygen, the ratio of the mixture, the type of clay and the
conditions on the day.
Some objects develop from nothing and are pure aesthetics that bow down to the
earth and the colour.”